Integration hat viele Gesichter - Radfahrkurse als Integrationsangebot

 

„Fahrrad fahren – das kann doch jeder!“

Von wegen! Viele Frauen (und auch Männer) können es nicht. Vor allem Migrantinnen hatten als Kinder aus unterschiedlichen Gründen nicht die Möglichkeit, Radfahren zu lernen.

 

Seit 20 Jahren bin ich in der Integrationsarbeit tätig und habe immer nach Wegen gesucht, Frauen zu unterstützen, "ihren Weg zu gehen". Integrationsprojekte unterschiedlicher Art sind so entstanden, wobei die Radfahrkurse zu den effektivsten gehören.

 

Auf die Idee mit den Radfahrkursen brachte mich eine ältere Frau aus der Türkei, Teilnehmerin einer meiner Deutschkurse für Analphabetinnen - Sie wollte mit ihren fast 60 Jahren unbedingt Radfahren lernen und ließ nicht locker. Mir gefiel die Idee und ich ließ mich bei Christian Burmeister zur Radfahrlehrerin ausbilden.

 

Die Auswirkungen von Radfahrprojekten sind vielfältig:

 

Mit Radfahrkursen erreichen Sie Migrantinnen in Ihrem Stadtteil, Ihrer Kommune, denn das Interesse an den Kursen ist groß. Der Zugang zu anderen Integrationsangeboten in Ihrer Kommune wird so erleichtert

 

Die vordergründigen Vorteile des Radfahrens für die Teilnehmerinnen liegen auf der Hand: Der eigene Bewegungsspielraum erweitert sich, das führt zu mehr Freiheit und Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Als Radfahrerin kann ich mich eigenständig in der Stadt fortbewegen und bin unabhängiger in der eigenen Mobilität. Nicht zuletzt fördert die Bewegung an frischer Luft die körperliche und seelische Gesundheit.

 

Doch die Erfolge gehen darüber hinaus:

- In den Kursen steigt die Sprachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit.

- Das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen wird gestärkt, in wenigen Wochen Erreichen sie ein selbstgestecktes Ziel. Das gibt Schwung und Vertrauen, neue Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

- Die Selbstwahrnehmung und das Körperbewusstsein verändern sich.

- durch mehr Mobilität, Kommunikationsfähigkeit und Selbstvertrauen haben die Teilnehmerinnen bessere Chancen auf soziale und berufliche Integration.

 

Wenn Sie ein Projekt in Ihrer Stadt verwirklichen wollen, sprechen Sie mich an. Auch für Ihre Finanzakquise kann ich Ihnen gute Tipps geben.

 


 

 

 

Nicole Matheis erhielt im Jahr 2008 mit dem Projekt „Ich fahr´ Rad!“ in Rüsselsheim den Hessischen Integrationspreis. Das Projekt wurde damit als innovative Integrationsmaßnahme für Migrantinnen ausgezeichnet.